Chance B klagt das Land Steiermark
Nach langen Gesprächen mit dem steirischen Soziallandesrat Schrittwieser hat die Chance B am 7. Dezember eine Klage gegen das Land Steiermark eingebracht. "Die vom Land Steiermark angebotenen Leistungsverträge bringen deutliche finanzielle Verschlechterungen für die Trägervereine und machen ein kostendeckendes Arbeiten für uns unmöglich" meinten die beiden Geschäftsführer Franz Wolfmayr und Eva Skergeth-Lopic. Die vom Land vorgelegten Leistungsverträge würden kostendeckendes Arbeiten nicht mehr ermöglichen und für die Chance B allein im Jahr 2012 einen Verlust von 738.000 Euro bedeuten.
Die Chance B fordert ...
- Leistungsverträge mit angemessenen Bedingungen und kostendeckenden Leistungspreisen
- Haftung des Landes Steiermark für Schäden, die der Chance B aufgrund der sittenwidrigen Ausnutzung der Machtposition des Landes entstanden sind
- kein weiteres Anbieten von rechts- und sittenwidrigen Leistungsverträgen
Chance B ist der einzige von 86 betroffenen Vereinen, der sich geweigert hat die neuen Verträge zu unterzeichnen. 17 andere Träger haben aber eidesstattliche Erklärungen unterzeichnet. Damit soll gezeigt werden, "dass auf viele Vereinsobleute unzulässiger Druck ausgeübt wurde, die neuen Verträge zu unterschreiben" schreibt die Kleine Zeitung.
Weitere Informationen
Bericht und Presseaussendung der Chance B
Interview mit der Geschäftsführung von Chance B
Kleine Zeitung: Chance B klagt das Land
ORF Steiermark
Sozial Handeln. Nachhaltig Wirtschaften.
Neue Broschüre des DSE-Wien macht die Leistungen von sozialen Unternehmen greifbar
Soziale Integrationsunternehmen sind soziale Unternehmen, die arbeitsmarktfernen Personen befristete Beschäftigung und Betreuung bieten. Was macht sie so besonders, in welchen Bereichen sind sie tätig und wer profitiert von ihrer Arbeit? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Broschüre des DSE-Wien, die ab sofort zum Download bereit steht.
- Wie arbeiten Sozialintegrative Unternehmen?
- Wie sichern sie Aufwärtsmobilität am Arbeitsmarkt?
- Wie können sie „gering qualifizierte“ Menschen weiter ausbilden?
- Warum sind sie eine wichtige wirtschafts- und standortpolitische Investition?
"HAI-Blicke" zeigt Einblicke
Die Halleiner Arbeitsinitiative (HAI), ein sozialökonomischer Betrieb aus Salzburg, feierte vor kurzem ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 hat die HAI rund 800 langzeitarbeitslose Menschen beschäftigt und versucht, sie durch befristete Beschäftigung und individuelle Betreuung beim (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Im Video "HAI-Blicke" wurden anlässlich des Jubiläums (ehemalige) TeilnehmerInnen, MitarbeiterInnen und KundInnen der HAI interviewt. Dort berichten sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Arbeitsmarkt und der Rolle der Halleiner Arbeitsinitiative:
Video HAI-Blicke
gabarage upcycling design
Forschen & Entdecken, eine Informationsplattform der Stadt Wien, hat eine spannende Videoreportage über den sozialökonomischen Betrieb gabarage upcycling design gedreht:
Hot Spot: eine Dokumentation über das Michl's Café Restaurant in Wien
Das Michl's in Wien steht für mehr als nur gutes Essen: es ist ein sozialintegrativer Gastronomiebetrieb von Wien Work und unterstützt langzeitbeschäftigungslose Menschen beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben.
Sabine Derflinger blickt in ihrem neuen Dokumentarfilm auf den Küchen- und Betreuungsalltag des Michl's und porträtiert sogenannte "Transitarbeitskräfte", die durch ihre befristete Beschäftigung im Restaurant wieder auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen.
Hot Spot ist seit Ende Oktober in den österreichischen Kinos zu sehen.