Bildungspolitische Diskussion
2010 soll in Österreich der NQR für die Schulen implementiert werden. Die Diskussionen zur Einstufung des non-formalen Lernens (Kurse etc) und des informellen Lernens (in Beruf und Alltag) werden weiter gehen.
Es geht darum, die informell erworbenen Kompetenzen
- sichtbar zu machen
- ev. vergleichbar zu machen und
- allenfalls zu zertifizieren.
SYSKOM wird sich vor allem auf darauf konzentrieren, dass die umfassende Bildung, die in SIU passiert, SICHTBAR wird.
Die Diskussionen um Zertifizierung werden kritisch verfolgt. Überwiegend vertreten die ExpertInnen in den SIU dazu eine differenziert kritische Haltung: Erweiterung der Möglichkeiten, aber kein Druck zur lebenslangen Zertifizierung!
Fachdiskurse in SIU
- Bildung ist eine Aufgabe unter vielen
- Verbindung von Lernangeboten / Kompetenzerfassung und Qualitätssicherung
- Rollenverständnis der Schlüsselarbeitskräfte (Zertifizierung als Erwachsenenbildung ?)
Die in den Analysen 2009 vorgefundenen Potenziale wurden zusammen gefasst und sollen in die aktuellen bildungspolitischen Diskussionen rund um die Einführung des Nationalen Qualifikationsrahmens einfließen.
Das Austauschtreffen im Dezember 2009 und das große Interesse der Beteiligten, die verschiedenen Verfahren zu vergleichen und zu erweitern ist Grundlage für weiterführende Überlegungen:
1. Ideal wäre ein flexibles Instrument, das für alle inteessierten Unternehmen je nach Sparte, nach Bildungswünschen der TMA und nach betrieblichen Erfordernissen adaptiert werden kann.
2. Es braucht zusätzliche Zeitressourcen für die Entwicklungsarbeit.
Leider ist es bisher nicht gelungen, eine Finanzierungsschiene zu finden. Wir hoffen, darüber demnächst mehr berichten zu können...
Möglich scheint ein weiteres EU-Projekt im Rahmen von EACEA, s. erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=3477.
Die Universität Klagenfurt ist bereit, die Koordination zu übernehmen.
Die Palette reicht von – anscheinend ambitionierten - AMS-Aufträgen an diverse Forschungseinrichtungen angefangen bis zu Überlegungen der AK, das oö. Projekt „Du kannst was!“ (www.favooe.at/initiativen/hauptsache-arbeit-du-kannst-was/) in anderen Ländern zu implementieren. „Du kannst was!“ zielt vor allem auf Kompetenzen von MigrantInnen, die bisher nicht anerkannt werden. Wir haben uns auch mit ExpertInnen aus Berufsschule + Umfeld getroffen, die sich mit Produktionsschulen befassen oder individuelle Unterstützung für die Vorbereitung zur außerordentlichen Lehrausbildung anbieten (www.kusonline.at/de/menu_main/lernen/hifa).
Über weitere Hinweise freuen wir uns!
Wir freuen uns sehr, dass „Chance B“ sich mit dem Qualifikationsrahmen im Hinblick auf Inklusion befasst und dazu ebenfalls ein transnationales Projekt gestartet hat (www.nqfinclusive.org/index.php?l=5). Es gibt bereits einen regen und anregenden Austausch.